Vor allem durch den Online-Handel boomt der Fälscher-Markt. Über die Hälfte aller beschlagnahmten Fälschungen kommt inzwischen auf dem Postweg nach Deutschland. Der Großteil davon aus China und Hongkong. Und auch in den großen Containerhäfen an den EU-Außengrenzen stößt der Zoll regelmäßig auf gefälschte Ware. In Antwerpen, dem zweitgrößten europäischen Containerhafen, ist Zollbeamter Tom de Kimpe Fälschungen auf der Spur. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Kleidung: Denn die wird am häufigsten gefälscht. Die Zöllner sind geschult, wissen woran sie Fälschungen erkennen und kennen auch die Tricks der Produktpiraterie. Manchmal verbirgt sich unter einem Stapel No-Name-Pullover doch noch die nachgemachte Designer-Ware oder unter einem nichtssagenden Logo auf einem Schuh die Marke eines bekannten Sportbekleidungsherstellers. Gefälscht wird inzwischen alles, von Kleidung über Spielwaren bis hin zu Industrieprodukten.