Hinter den schwulen Ikonen von Pierre et Gilles verbirgt sich derselbe junge Mann wie hinter dem politischen Statement von Muhammad Alis oder der feministischen Kunst von Louise Bourgeois: Guido Renis „Heiliger Sebastian“. Ist es die Art, wie er sein Pfeilmartyrium schmachtend erträgt, die ihn auch fast 400 Jahre später noch zur Verkörperung aller Leiden des Menschen werden lässt?