Zwei Monate nach dem Anschlag auf Langley steht die gesamte CIA auf dem Prüfstand vor dem United States Senate Select Committee on Intelligence. Carrie soll sich für die 14-stündige Abwesenheit (die Zeit, in der sie Brody zur Flucht verhalf) nach der Explosion rechtfertigen, doch sie nimmt ihr Recht auf Aussageverweigerung wahr. Seit dem Anschlag hat sie ihre Lithiumtherapie abgebrochen und zeigt bereits wieder Anzeichen einer Manie.
Dana hat nach dem Anschlag und der Vorverurteilung ihres Vaters versucht sich das Leben zu nehmen, während die Familie Brody in Finanznöten steckt. Da Brody als Landesverräter gilt, hat das United States Marine Corps die Pensionszahlungen eingestellt.
Saul ist inzwischen Direktor bei der CIA. Obwohl seine Frau aus Indien zu ihm zurückgekehrt ist, läuft die Ehe weiterhin schlecht. Auch im Beruf steht er unter großem Erfolgsdruck und entscheidet sich zur Entlastung sechs ranghohe Terroristen, die mit dem Anschlag auf Langley in Verbindung gebracht werden, gleichzeitig töten zu lassen. Eine der Operationen geht beinahe schief, als Quinn ein Kind im Auto der Zielperson („Tin Man“) sieht und entscheidet, die vorbereitete Bombe nicht zu zünden. Später dringt er allerdings in das Haus der Zielperson ein, tötet sie und erschießt beim Verlassen des Hauses aus Versehen das Kind. Die fünf weiteren Operationen laufen problemlos ab.
Am nächsten Tag wird Saul vor das Komitee zitiert, wo die gezielten Tötungen durch das CIA als Ablenkungsmanöver gewertet werden. Außerdem ist durch die Zeitung inzwischen bekannt, dass eine CIA-Agentin ein Verhältnis zu Brody gehabt hat. Saul sagt wahrheitswidrig aus, dass die fragliche Person eine bipolare Störung und das Verhältnis vor der CIA geheim gehalten habe, was Carrie sehr verstört.
Die israelische TV-Serie "False Flag" hat sich schnell zu einem der gefragtesten Thriller entwickelt und begeistert Zuschauer mit ihrer spannungsgeladenen Handlung und tiefgründigen Charakteren. In der ersten Staffel erleben wir, wie fünf ganz normale Staatsbürger über Nacht zu Hauptverdächtigen in einem internationalen Entführungsfall werden. Farhead Sulimani, der iranische Verteidigungsminister, wird unter mysteriösen Umständen entführt, und die Identitäten der Verdächtigen landen blitzschnell in den Schlagzeilen. Das bringt nicht nur ihre Unschuld ins Wanken, sondern stellt auch ihr gesamtes Leben auf den Kopf.
Was "False Flag" so besonders macht, ist nicht nur die spannende Prämisse, sondern auch die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird. Die Charaktere sind vielschichtig und komplex – jeder von ihnen hat seine eigenen Geheimnisse und Herausforderungen. Mickey Leon (Eitan Kopel) muss als einer der Hauptverdächtigen nicht nur seine eigene Unschuld beweisen, sondern sieht sich auch dem Druck seiner Familie gegenüber. Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg beeindruckend; insbesondere Neta Riskin als Anat Kedmi bringt eine emotionale Tiefe in ihre Rolle.
In den ersten Episoden wird das Rätsel um die Entführung Schritt für Schritt entfaltet. Von den ersten Schockmomenten bis hin zu intensiven Verhören durch den Inlandsgeheimdienst Shin Bet bleibt kein Stein auf dem anderen. Episode 2 und 3 zeigen eindrucksvoll, wie schnell das Vertrauen zwischen Freunden und Familienmitgliedern zerbricht, während sie sich gegen einen übermächtigen Feind behaupten müssen – ihren eigenen Behörden.