Tandis que Karl travaille pour la star Marlene Dietrich, Jacques se rapproche dangereusement d'Yves.
Wie wird man zu einer Modeikone? Mit Talent, natürlich, Ausdauer, selbstverständlich, und einer großen Portion Kreativität. Eigenschaften, die perfekt den titelgebenden Helden der neuen Disney+-Serie "Becoming Karl Lagerfeld" kleiden. Ein Held mit übergroßen Ambitionen, eingezwängt in eine Realität mit zu engen Nähten. Tatsächlich ist Karl Lagerfeld im Jahr 1972, als die Serie beginnt, ein nahezu Unbekannter, der sich mehr schlecht als recht in der Welt der Prêt-à-porter-Mode hervorhebt. Eine Karriere, die weit hinter seinen Erwartungen und wohl auch seinem Talent zurückbleibt, während Yves Saint Laurent, der seine Karriere zur gleichen Zeit begann, ein gefeierter Haute Couture-Schöpfer ist. Komplex und voller Komplexe, verschlingt der Designer grenzenlos Essen, verabscheut jedoch seine Figur, erfüllt jeden Wunsch eines jungen Mannes, Jacques de Basher, dem er jedoch nie „Ich liebe dich“ gesagt hat und lebt mit seiner Mutter, der einzigen Person, der er vollständig vertraut. Ein Übermaß an Frustrationen, das ihn schließlich dazu bringen wird, der große Name der Mode zu werden, der er immer sein wollte.
Becoming Karl Lagerfeld: "Es gibt keinen Tag in meinem Leben, an dem ich nicht davon geträumt habe, ein großer Mann zu sein"
Als wir Isaure Pisani-Ferry, eine der Schöpferinnen dieser neuen Disney+-Serie, während des Canneséries Festivals in diesem Jahr interviewten, fand am Abend die Weltpremiere von "Becoming Karl Lagerfeld" auf der riesigen Leinwand des Auditoriums im Palais de Festival statt. Und obwohl die junge Frau nervös war, nahm sie diesen Moment als Höhepunkt der drei Jahre Arbeit, die die Entstehung der Serie bedeutete. Eine Serie, "die kein Biopic ist", betont sie, da Karl Lagerfeld in der ersten Episode bereits 38 Jahre alt ist. Nein, hier konzentriert sich die Erzählung auf einen intensiven und dramatischen Lebensabschnitt, oder man könnte fast geometrisch sagen, auf das Liebes-/Hassquadrat, bestehend aus Yves Saint Laurent, Pierre Bergé, Jacques de Basher und schließlich Karl Lagerfeld. Und als wir Isaure Pisani-Ferry fragten, was die überraschendste Entdeckung war, als sie sich in das romanhafte Leben dieser schillernden Figur vertiefte, antwortete sie: „Seine Fähigkeit, Geschichten zu erfinden, ja sogar zu lügen! Über sein Alter, seine sozialer Hintergrund, sein Herkunftsland und sogar über seinen Vornamen! Einmal nannte er sich sogar Roland! Aber auch seine Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, in jedem Alter. Das ist eine schöne Lebenslektion.“