Erica, Phil und Carol haben den kleinen Jungen, den sie im Wald gefunden haben, mit nach Hause gebracht. Allerdings schaffen sie es nicht, zu ihm durchzudringen. Er ist sehr distanziert und spricht kein Wort mit ihnen. Nur Phil findet plötzlich einen Weg, mit dem Kind zu kommunizieren - der ist allerdings äußerst unkonventionell und stößt bei den anderen auf Ablehnung. So kommt es, dass Erica sich des Jungen annimmt ...
Die neue TV-Serie *Pluribus* ist nicht nur ein weiteres Stück Unterhaltung im Science-Fiction-Genre, sondern eine tiefgründige Erkundung von Identität und Individualität in einer Welt, die sich radikal verändert hat. Von dem kreativen Kopf Vince Gilligan, bekannt durch Meisterwerke wie *Breaking Bad*, wird hier eine Geschichte erzählt, die sowohl spannend als auch nachdenklich macht. Die Prämisse? Carol Sturka, gespielt von Rhea Seehorn – bekannt aus *Better Call Saul* – ist eine der wenigen Überlebenden in einer Gesellschaft, die durch einen außerirdischen Virus in einen kollektiven Geist verwandelt wurde. Sie kämpft gegen das System an und versucht, ihre Menschlichkeit zu bewahren.
Mit einer Mischung aus Drama und Science-Fiction zieht *Pluribus* sofort in seinen Bann. Die Zuschauer werden Zeugen von Carols innerem Kampf gegen die "Others", diejenigen, die sich dem neuen Zustand angepasst haben und ihr Leben nun in einer artifizielle Harmoniestruktur führen. In den ersten Episoden sehen wir Carol mit ihrer Wut und Verzweiflung kämpfen – Emotionen, die uns alle betreffen könnten, wenn wir uns plötzlich in einem unbekannten Terrain wiederfinden würden.
Die Charaktere sind vielschichtig angelegt und bringen verschiedene Perspektiven auf das Thema des kollektiven versus individuellen Denkens ein. Neben Carol gibt es Zosia (Karolina Wydra), eine polnische Chaperone der Others, sowie Manousos (Carlos-Manuel Vesga), ein Immune aus Kolumbien. Diese Figuren stellen nicht nur Carols Widerstand auf die Probe, sondern zeigen auch unterschiedliche Ansichten über das neue Leben im post-apokalyptischen Kontext auf.