Im Juni 1963 wurde US-Präsident John F. Kennedy zu einem minuziös vorbereiteten Staatsbesuch in der Bundesrepublik erwartet. Der fünfte und letzte Tag seiner Reise sollte für den amerikanischen Präsidenten einer der wichtigsten Tage seiner politischen Laufbahn werden. Auf dem Rudolph-Wilde-Platz – vor dem Schöneberger Rathaus, dem damaligen Sitz des Westberliner Parlaments und des Regierenden Bürgermeisters der Stadt – hielt Kennedy eine historische Rede vor 400.000 Menschen. Nach Kennedys Ermordung am 22. November desselben Jahres wurde der Platz in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt.