Edith Sass - alias Hausmann - liebt ihren Freund über alles und möchte ihm seinen Lebenstraum erfüllen: einen eigenen Friseursalon. So etwas ist nicht gerade billig, doch Edith hat keine Skrupel, sich das Geld auf unrechtmäßige Weise zu beschaffen. Ihre Opfer sind alleinstehende alte Menschen, die sich nach nichts mehr sehnen als nach «einer netten Person».
Edith ist so charmant und hilfsbereit, dass sie in kürzester Zeit das Vertrauen verschiedener Senioren gewinnt. Den alten Herrn Schulze hat sie schon erfolgreich um sein Erspartes gebracht. Und auch bei der alten, vertrauensseeligen Charlotte Hinze will sie nur so richtig «absahnen» und macht sich mit ihrem Geld aus dem Staub. Von Bruno Gensicke, einem älteren Herrn, dem sie ihre Liebe vortäuscht, ihm aber gleichzeitig eine kostbare alte Uhr entwendet, leiht sie sich 350 Mark und verschwindet. Aber jetzt sind ihr Hauptmann Peter Fuchs und seine Genossen auf den Fersen.
Wenn es um deutsche Krimis geht, führt kein Weg an "Tatort" vorbei. Diese Serie ist mehr als nur eine gewöhnliche Krimireihe; sie ist ein Phänomen, das seit 1970 die Zuschauer begeistert. Unter dem Titel "Tatort" vereinen sich Dutzende von Krimiserien, die von den verschiedenen ARD-Anstalten produziert werden. Jede Episode hat ihre eigenen Ermittlerteams, die in unterschiedlichen Städten Mordfälle aufklären. Das macht jede Folge einzigartig und zeigt dabei auch noch die regionalen Eigenheiten der jeweiligen Orte.
Die erste Episode wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt und seitdem sind über 1300 Folgen entstanden. Was macht "Tatort" so besonders? Nun, zum einen ist es die Vielfalt an Charakteren: Von Paul Stoever (gespielt von Manfred Krug) bis hin zu Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) oder Frank Thiel (Axel Prahl), jeder Ermittler bringt seinen eigenen Stil in die Ermittlungen ein. Diese tiefgründigen Charaktere sorgen dafür, dass man sich nicht nur für den Fall interessiert, sondern auch für ihre persönlichen Geschichten.
Ein weiterer Grund, warum "Tatort" so beliebt ist, liegt im Format der Serie selbst. Mit einer Laufzeit von etwa 90 Minuten pro Episode haben die Macher genug Zeit für spannende Plot-Twists und tiefere Charakterentwicklungen. Zudem wird jede Folge in einer anderen Stadt gedreht – das bedeutet also eine regelrechte Reise durch Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz! So wird der Schauplatz oft selbst zum Protagonisten der Geschichte und bringt frischen Wind in jeden neuen Fall.