Der Restaurator Jens Dallmann wird Zeuge eines Tankstellenüberfalls, bei dem ein maskierter Motorradfahrer zwei Menschen erschießt. Als der Täter flieht und die Maske abgenommen hat, kann Jens ihm kurz ins Gesicht schauen, das jedoch vom Motorradhelm zum großen Teil verdeckt wird. Seine Auskünfte können der Polizei aber nicht weiterhelfen. Die Kommissare Schmücke und Schneider ermitteln in diesem Fall, kommen aber nur schwer voran, da es keinen richtigen Anhaltspunkt gibt. Jens Dallmann beschäftigen aber ganz andere Probleme. Er hat soeben die Kopie eines Gemäldes für den Bauherrn Schlüter beendet. Nun kommen ihm Zweifel, ob er die Kopie wirklich verkaufen soll.
Wenn es um deutsche Krimis geht, führt kein Weg an "Tatort" vorbei. Diese Serie ist mehr als nur eine gewöhnliche Krimireihe; sie ist ein Phänomen, das seit 1970 die Zuschauer begeistert. Unter dem Titel "Tatort" vereinen sich Dutzende von Krimiserien, die von den verschiedenen ARD-Anstalten produziert werden. Jede Episode hat ihre eigenen Ermittlerteams, die in unterschiedlichen Städten Mordfälle aufklären. Das macht jede Folge einzigartig und zeigt dabei auch noch die regionalen Eigenheiten der jeweiligen Orte.
Die erste Episode wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt und seitdem sind über 1300 Folgen entstanden. Was macht "Tatort" so besonders? Nun, zum einen ist es die Vielfalt an Charakteren: Von Paul Stoever (gespielt von Manfred Krug) bis hin zu Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) oder Frank Thiel (Axel Prahl), jeder Ermittler bringt seinen eigenen Stil in die Ermittlungen ein. Diese tiefgründigen Charaktere sorgen dafür, dass man sich nicht nur für den Fall interessiert, sondern auch für ihre persönlichen Geschichten.
Ein weiterer Grund, warum "Tatort" so beliebt ist, liegt im Format der Serie selbst. Mit einer Laufzeit von etwa 90 Minuten pro Episode haben die Macher genug Zeit für spannende Plot-Twists und tiefere Charakterentwicklungen. Zudem wird jede Folge in einer anderen Stadt gedreht – das bedeutet also eine regelrechte Reise durch Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz! So wird der Schauplatz oft selbst zum Protagonisten der Geschichte und bringt frischen Wind in jeden neuen Fall.