Ein neuer Fall für die Polizeiruf-Ermittler aus Brandenburg: Die 18-jährige Kristina (Sarah Horváth) wird auf einem Schrottplatz tot aufgefunden. Kristina hatte den Abend mit ihrer Clique, ihrer Freundin Hanna (Lotte Flack) und ihren Schulkameraden Jan (Jannik Schümann) und Ditsche (Max von der Groeben), in einem Club verbracht und ausgiebig gefeiert. In der Gerichtsmedizin kommt heraus, dass Kristina unter Einfluss von Liquid Ecstasy stand, auch als K.O.-Tropfen bekannt, und vermutlich von zwei Tätern misshandelt und vergewaltigt wurde. Außerdem war sie im zweiten Monat schwanger. Doch keiner von Kristinas Freunden kann sich an die Ereignisse des Abends erinnern.
Wenn es um deutsche Krimis geht, führt kein Weg an "Tatort" vorbei. Diese Serie ist mehr als nur eine gewöhnliche Krimireihe; sie ist ein Phänomen, das seit 1970 die Zuschauer begeistert. Unter dem Titel "Tatort" vereinen sich Dutzende von Krimiserien, die von den verschiedenen ARD-Anstalten produziert werden. Jede Episode hat ihre eigenen Ermittlerteams, die in unterschiedlichen Städten Mordfälle aufklären. Das macht jede Folge einzigartig und zeigt dabei auch noch die regionalen Eigenheiten der jeweiligen Orte.
Die erste Episode wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt und seitdem sind über 1300 Folgen entstanden. Was macht "Tatort" so besonders? Nun, zum einen ist es die Vielfalt an Charakteren: Von Paul Stoever (gespielt von Manfred Krug) bis hin zu Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) oder Frank Thiel (Axel Prahl), jeder Ermittler bringt seinen eigenen Stil in die Ermittlungen ein. Diese tiefgründigen Charaktere sorgen dafür, dass man sich nicht nur für den Fall interessiert, sondern auch für ihre persönlichen Geschichten.
Ein weiterer Grund, warum "Tatort" so beliebt ist, liegt im Format der Serie selbst. Mit einer Laufzeit von etwa 90 Minuten pro Episode haben die Macher genug Zeit für spannende Plot-Twists und tiefere Charakterentwicklungen. Zudem wird jede Folge in einer anderen Stadt gedreht – das bedeutet also eine regelrechte Reise durch Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz! So wird der Schauplatz oft selbst zum Protagonisten der Geschichte und bringt frischen Wind in jeden neuen Fall.