Kriminalhauptkommissar Hanns von Meuffels sieht sich mit einem Fall aus seiner Vergangenheit konfrontiert: Nach fünf Jahren in der geschlossenen Psychiatrie wird Julia Wendt entlassen. In vier Wochen soll das Wiederaufnahmeverfahren ihres Falles beginnen. Julia Wendt fühlt sich beschattet, bedroht und sucht Hilfe bei Hanns von Meuffels, dem Mann, der sie damals wegen eines Brandanschlags auf ihren Ehemann verhaftet hatte und vor Gericht gegen sie aussagte. Sie erzählt dem genervten von Meuffels von einer Liste, die sich in ihrem Besitz befindet: Namen reicher Bankkunden, die Schwarzgeld in die Schweiz transferiert hatten.
Meuffels blockt die Frau zunächst ab. Dann wird Julia Wendt vor seinen Augen von einem davonrasenden Auto erfasst.
Wenn es um deutsche Krimis geht, führt kein Weg an "Tatort" vorbei. Diese Serie ist mehr als nur eine gewöhnliche Krimireihe; sie ist ein Phänomen, das seit 1970 die Zuschauer begeistert. Unter dem Titel "Tatort" vereinen sich Dutzende von Krimiserien, die von den verschiedenen ARD-Anstalten produziert werden. Jede Episode hat ihre eigenen Ermittlerteams, die in unterschiedlichen Städten Mordfälle aufklären. Das macht jede Folge einzigartig und zeigt dabei auch noch die regionalen Eigenheiten der jeweiligen Orte.
Die erste Episode wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt und seitdem sind über 1300 Folgen entstanden. Was macht "Tatort" so besonders? Nun, zum einen ist es die Vielfalt an Charakteren: Von Paul Stoever (gespielt von Manfred Krug) bis hin zu Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) oder Frank Thiel (Axel Prahl), jeder Ermittler bringt seinen eigenen Stil in die Ermittlungen ein. Diese tiefgründigen Charaktere sorgen dafür, dass man sich nicht nur für den Fall interessiert, sondern auch für ihre persönlichen Geschichten.
Ein weiterer Grund, warum "Tatort" so beliebt ist, liegt im Format der Serie selbst. Mit einer Laufzeit von etwa 90 Minuten pro Episode haben die Macher genug Zeit für spannende Plot-Twists und tiefere Charakterentwicklungen. Zudem wird jede Folge in einer anderen Stadt gedreht – das bedeutet also eine regelrechte Reise durch Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz! So wird der Schauplatz oft selbst zum Protagonisten der Geschichte und bringt frischen Wind in jeden neuen Fall.