Dass die romantische Idylle auf dem Gräfelfinger Campingplatz trügt, wird spätestens klar, als der Biochemiker Dr. Schlaeger samt seinem Wohnmobil in die Luft fliegt. Unfall oder Mord? Die Ermittlungen ergeben schnell, dass es sich um Mord handelt, und tatsächlich hat Max Schlaeger sich unter den Campern eine Menge Feinde geschaffen: Platzwart Kurt Teichhuber wollte Schlaegers regelwidriges Verhalten nicht länger dulden, für die Geranienfreundin Elfie Schmidt passte Schlaeger nicht ins Gesamtbild, und die unverhohlen zur Schau getragene Trauer von Katja Schwarz erscheint mehr als verdächtig. Um das Schweigen der verschworenen Gemeinschaft der Dauercamper brechen zu können, sieht sich Hauptkommissar Schickl zu einem gewagten Schritt gezwungen: Undercover-Camping steht auf der neuen Tagesordnung. Eigentlich eine gute Idee, wenn das Los nicht ausgerechnet den bodenständigen Manne Brand und die luxusverwöhnte Susanne von Hagenberg treffen würde ...
Wenn es um deutsche Krimis geht, führt kein Weg an "Tatort" vorbei. Diese Serie ist mehr als nur eine gewöhnliche Krimireihe; sie ist ein Phänomen, das seit 1970 die Zuschauer begeistert. Unter dem Titel "Tatort" vereinen sich Dutzende von Krimiserien, die von den verschiedenen ARD-Anstalten produziert werden. Jede Episode hat ihre eigenen Ermittlerteams, die in unterschiedlichen Städten Mordfälle aufklären. Das macht jede Folge einzigartig und zeigt dabei auch noch die regionalen Eigenheiten der jeweiligen Orte.
Die erste Episode wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt und seitdem sind über 1300 Folgen entstanden. Was macht "Tatort" so besonders? Nun, zum einen ist es die Vielfalt an Charakteren: Von Paul Stoever (gespielt von Manfred Krug) bis hin zu Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) oder Frank Thiel (Axel Prahl), jeder Ermittler bringt seinen eigenen Stil in die Ermittlungen ein. Diese tiefgründigen Charaktere sorgen dafür, dass man sich nicht nur für den Fall interessiert, sondern auch für ihre persönlichen Geschichten.
Ein weiterer Grund, warum "Tatort" so beliebt ist, liegt im Format der Serie selbst. Mit einer Laufzeit von etwa 90 Minuten pro Episode haben die Macher genug Zeit für spannende Plot-Twists und tiefere Charakterentwicklungen. Zudem wird jede Folge in einer anderen Stadt gedreht – das bedeutet also eine regelrechte Reise durch Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz! So wird der Schauplatz oft selbst zum Protagonisten der Geschichte und bringt frischen Wind in jeden neuen Fall.