Bei der Hausschlachtung auf dem Berlingerhof wird im Darm eines geschlachteten Schweins ein menschlicher Knochen gefunden. Offensichtlich hat jemand versucht, eine Leiche durch Verfütterung an die Schweine zu entsorgen.
Mühsam gelingt es Arthur Bauer und seinem Team, den Toten als Sebastian Kuhn, Student und ehemaliger Praktikant am Hof, zu identifizieren. Ein erster Verdacht fällt auf den jähzornigen Bauern Kilian Berlinger: Hat er Kuhn getötet, weil dieser seine Tochter Johanna geschwängert hat? Oder hat Berlinger herausgefunden, dass Kuhn auch seiner lieblos behandelten Frau Monika den Hof machte? Und welche Rolle spielt Berlingers schwerhörige Mutter Ida in dem ganzen Spiel?
Während Arthur und Franz versuchen, die Spur von Sebastian Kuhn zu verfolgen, ziehen Manne und Theo undercover auf den Bauernhof, um die verschworene Gemeinschaft der Familie Berlinger aufzubrechen. Ein Plan, bei dem der Ausdruck "Schwein gehabt" für die Beamten eine vollkommen neue Bedeutung bekommt ...
Wenn es um deutsche Krimis geht, führt kein Weg an "Tatort" vorbei. Diese Serie ist mehr als nur eine gewöhnliche Krimireihe; sie ist ein Phänomen, das seit 1970 die Zuschauer begeistert. Unter dem Titel "Tatort" vereinen sich Dutzende von Krimiserien, die von den verschiedenen ARD-Anstalten produziert werden. Jede Episode hat ihre eigenen Ermittlerteams, die in unterschiedlichen Städten Mordfälle aufklären. Das macht jede Folge einzigartig und zeigt dabei auch noch die regionalen Eigenheiten der jeweiligen Orte.
Die erste Episode wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt und seitdem sind über 1300 Folgen entstanden. Was macht "Tatort" so besonders? Nun, zum einen ist es die Vielfalt an Charakteren: Von Paul Stoever (gespielt von Manfred Krug) bis hin zu Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) oder Frank Thiel (Axel Prahl), jeder Ermittler bringt seinen eigenen Stil in die Ermittlungen ein. Diese tiefgründigen Charaktere sorgen dafür, dass man sich nicht nur für den Fall interessiert, sondern auch für ihre persönlichen Geschichten.
Ein weiterer Grund, warum "Tatort" so beliebt ist, liegt im Format der Serie selbst. Mit einer Laufzeit von etwa 90 Minuten pro Episode haben die Macher genug Zeit für spannende Plot-Twists und tiefere Charakterentwicklungen. Zudem wird jede Folge in einer anderen Stadt gedreht – das bedeutet also eine regelrechte Reise durch Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz! So wird der Schauplatz oft selbst zum Protagonisten der Geschichte und bringt frischen Wind in jeden neuen Fall.