In der schummrig-gemütlichen Kneipe "Bei Maritha" im von Gentrifizierung bedrohten Glockenbach-Viertel liegt die Wirtin tot hinter dem Tresen. Doc Weissenböck zählt 17 Messerstiche.
Das vermeintliche Mordinstrument liegt noch am Tatort. Aber es scheint weit und breit niemanden zu geben, der ein Motiv für die Tat gehabt hätte. Maritha sei Herz und Seele des Viertels gewesen, jeder mochte sie. Einen Feind aber muss sie gehabt haben. Nur wen?
Sind alle, die sie befragen, einfach gute Schauspieler und machen ihnen etwas vor, oder sehen die SOKO-Ermittler den Wald vor lauter Bäumen nicht?
So stand Maritha dank des Immobilien-Tycoons Stainer vor der Schließung ihrer geliebten "Boazn". Stainer, Marithas Tochter Sabine - die bei Stadtrat Wegner-Müller arbeitet - und der Stadtrat selbst sowie der stadtbekannte "Cuckoo"-Klaus werden von allen Seiten beleuchtet. Die Kommissare stehen vor einem Rätsel. Und was hat ein aufgefressener Clownfisch namens Nemo mit der Sache zu tun? (Text: ZDF)
Wenn es um deutsche Krimis geht, führt kein Weg an "Tatort" vorbei. Diese Serie ist mehr als nur eine gewöhnliche Krimireihe; sie ist ein Phänomen, das seit 1970 die Zuschauer begeistert. Unter dem Titel "Tatort" vereinen sich Dutzende von Krimiserien, die von den verschiedenen ARD-Anstalten produziert werden. Jede Episode hat ihre eigenen Ermittlerteams, die in unterschiedlichen Städten Mordfälle aufklären. Das macht jede Folge einzigartig und zeigt dabei auch noch die regionalen Eigenheiten der jeweiligen Orte.
Die erste Episode wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt und seitdem sind über 1300 Folgen entstanden. Was macht "Tatort" so besonders? Nun, zum einen ist es die Vielfalt an Charakteren: Von Paul Stoever (gespielt von Manfred Krug) bis hin zu Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) oder Frank Thiel (Axel Prahl), jeder Ermittler bringt seinen eigenen Stil in die Ermittlungen ein. Diese tiefgründigen Charaktere sorgen dafür, dass man sich nicht nur für den Fall interessiert, sondern auch für ihre persönlichen Geschichten.
Ein weiterer Grund, warum "Tatort" so beliebt ist, liegt im Format der Serie selbst. Mit einer Laufzeit von etwa 90 Minuten pro Episode haben die Macher genug Zeit für spannende Plot-Twists und tiefere Charakterentwicklungen. Zudem wird jede Folge in einer anderen Stadt gedreht – das bedeutet also eine regelrechte Reise durch Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz! So wird der Schauplatz oft selbst zum Protagonisten der Geschichte und bringt frischen Wind in jeden neuen Fall.