Anja Heppners Leiche wird im Geräteraum der Turnhalle gefunden. Die junge Lehrerin wurde erdrosselt mit einem Springseil, an dem die halbe Schule Fingerabdrücke hinterlassen hat. Heppner war als Berufsanfängerin neu an der Schule und hatte mit Schwierigkeiten zu kämpfen – nicht nur wegen ihrer umstrittenen, pädagogischen Ideen wie zum Beispiel der „roten Bank“, auf die man sich setzen musste, wenn man in der Pause über die Stränge geschlagen hat. Dem Opfer war es nicht gelungen, sich Respekt zu verschaffen – weder im Kollegium noch bei den Schülern. Sie war hoffnungslos übermotiviert und ging allen mit ihrem penetranten Idealismus auf die Nerven. Zu den Verdächtigen zählt Konrektor Michael Kindelbacher, von dessen Verhältnis zu einer 16-jährigen Schülerin Heppner wusste. Ebenso verdächtig ist Massoud Abadi, der sich in die junge, streitbare Lehrerin verliebt hatte. Auch Geografie-Lehrer Guido Bronner und sein Sohn Lukas, einer von Heppners Schülern, stehen im Fokus der Ermittler. Die beiden hatten nicht nur wegen der „roten Bank“ Probleme mit der jungen Lehrerin. (Text: ZDF)
Wenn es um deutsche Krimis geht, führt kein Weg an "Tatort" vorbei. Diese Serie ist mehr als nur eine gewöhnliche Krimireihe; sie ist ein Phänomen, das seit 1970 die Zuschauer begeistert. Unter dem Titel "Tatort" vereinen sich Dutzende von Krimiserien, die von den verschiedenen ARD-Anstalten produziert werden. Jede Episode hat ihre eigenen Ermittlerteams, die in unterschiedlichen Städten Mordfälle aufklären. Das macht jede Folge einzigartig und zeigt dabei auch noch die regionalen Eigenheiten der jeweiligen Orte.
Die erste Episode wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt und seitdem sind über 1300 Folgen entstanden. Was macht "Tatort" so besonders? Nun, zum einen ist es die Vielfalt an Charakteren: Von Paul Stoever (gespielt von Manfred Krug) bis hin zu Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) oder Frank Thiel (Axel Prahl), jeder Ermittler bringt seinen eigenen Stil in die Ermittlungen ein. Diese tiefgründigen Charaktere sorgen dafür, dass man sich nicht nur für den Fall interessiert, sondern auch für ihre persönlichen Geschichten.
Ein weiterer Grund, warum "Tatort" so beliebt ist, liegt im Format der Serie selbst. Mit einer Laufzeit von etwa 90 Minuten pro Episode haben die Macher genug Zeit für spannende Plot-Twists und tiefere Charakterentwicklungen. Zudem wird jede Folge in einer anderen Stadt gedreht – das bedeutet also eine regelrechte Reise durch Deutschland sowie nach Österreich und in die Schweiz! So wird der Schauplatz oft selbst zum Protagonisten der Geschichte und bringt frischen Wind in jeden neuen Fall.