Auf den abgeschiedenen Inseln des Pazifiks gibt es eine sonderbare Tierwelt: flugunfähige, nachtaktive Papageien, Pinguine, die ihren Nachwuchs in dichten Wäldern aufziehen, Kängurus, die auf Bäumen leben. Kleinere Inseln haben oft nur Platz für wenige bizarre Tierarten. Auf Neuseeland jedoch, mit seinen Regenwäldern, Gebirgen und Gletschern, hat sich im Laufe der Evolution eine Vielzahl einzigartiger Tiere entwickelt, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Fledermäuse suchen auf dem Erdboden nach Insekten und Würmern, anstatt in der Luft zu jagen. Selbst viele Vögel wurden flugunfähig, denn auf Neuseeland brauchten sie lange keine Feinde zu fürchten. Bis zu dem Tag, als "Neuankömmlinge" auf die bis dahin isolierten Inseln kamen. Mit der Erkundung und Eroberung der Südsee brachte der Mensch - teils ungewollt, teils beabsichtigt - tierische Neubürger auf die Inseln. Heute bevölkern Hunde und Katzen, Ratten, Marder und nicht weniger als 70 Millionen Fuchskusus, australische Beuteltiere, Neuseeland. Das hat katastrophale Konsequenzen für die empfindliche einheimische Tierwelt. Wieso sind die so perfekt an das Inselleben angepassten Tierarten so wehrlos? Und warum wurden sie so schnell an den Rand der Ausrottung getrieben?