Das Ablegen von Kleidung wird in vielen Kulturen als ein Akt der Befreiung verstanden. Nicht selten hat Nacktheit auch eine kultische Bedeutung. Im australischen Sydney zelebrieren beispielsweise die Vertreterinnen der Wicca-Bewegung ihre Hexentänze nackt oder, wie sie sagen, "mit Luft bekleidet". Auf diese Weise wollen die Frauen der Natur näher sein. In den USA kommen Vertreter einer christlichen Sekte ebenfalls nackt zusammen, um so den Namens Gottes zu preisen. In Japan gibt es sogar ein Jahrhunderte altes "Fest der nackten Männer". Im Verlauf des Rituals muss ein Mann, der "Geist-Mann", seine Kleider ablegen. Er wird außerdem rasiert und muss nackt von einem Ende einer Straße bis zum anderen gehen, an dem ein Schrein errichtet ist. Die Straße ist von Tausenden von halbbekleideten Männern gesäumt, die alle versuchen, den entblößten Körper zu berühren. Das soll Glück bringen.