Edith Evanson (geb. Carlson; 29. April 1896 – 29. November 1980) war eine US-amerikanische Film-, Charakter- und Fernsehschauspielerin der Goldenen Ära Hollywoods.
Sie wurde in Tacoma, Washington, geboren, wo ihr Vater protestantischer Pfarrer war (einer Religion, der sie zeitlebens angehörte). Ihre erste Anstellung war die einer Gerichtsreporterin in Bellingham.
Am 15. März 1923 heiratete sie Morris Otto Evanson (1893–1975). Das Paar blieb kinderlos.
Ihre erste Filmrolle hatte sie 1940 in „Der Mann, der nicht reden wollte“ in einer nicht im Abspann erwähnten Rolle. In den 1940er-Jahren spielte sie meist Nebenrollen, zumeist als Dienstmädchen, neugierige Person, Vermieterin oder Sekretärin mittleren Alters. Zu ihren weiteren Filmrollen zählen Auftritte in „Citizen Kane“ (1941), „Blossoms in the Dust“ (1941), „Woman of the Year“ (1942), „Reunion in France“ (1942), „The Strange Woman“ (1947), „I Remember Mama“ (1948), „Cocktail für eine Leiche“ (1948), „The Damned Don't Cry“ (1950), „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ (1951) und Disneys „Toby Tyler“ (1960). Während ihrer Zeit in Hollywood spielte sie an der Seite einiger der größten Legenden der Filmindustrie, darunter Greer Garson, Walter Pidgeon, Orson Welles, Joan Crawford, Michael Rennie, Glenn Ford, Patricia Neal, James Stewart, Irene Dunne, Spencer Tracy, Katharine Hepburn und Hedy Lamarr.
Mit dem Aufkommen des Fernsehens Ende der 1940er-Jahre erweiterte sie ihre Karriere und trat in Sendungen wie „You Are There“, „The Loretta Young Show“, „Chevron Hall of Stars“, „Jane Wyman Presents The Fireside Theatre“, „The Millionaire“, „Zane Grey Theater“, „Alfred Hitchcock Presents“, „The Frank Sinatra Show“, „Bachelor Father“, „Alcoa Presents: One Step Beyond“ und „Lassie“ auf.
Nach ihrem Rückzug aus dem Showgeschäft lebte sie bis zu ihrem Tod am 29. November 1980 in Riverside, Kalifornien. Ihre Asche wurde im Pazifik verstreut.