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Tötung aus Verzweiflung? Gattenmörderinnen in Rumänien

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Hunderte Frauen sitzen in Rumänien im Gefängnis ein – wegen Gattenmordes. Auf jahrelange Gewalt zu Hause folgt jahrelange Haft. „Es tut mir leid, was mit meinem Mann passiert ist“, erklärt Raluca, „aber mir tut auch leid, wie sehr ich all die Jahre gefoltert worden bin“. Die Geschichten der Frauen ähneln sich: Oft leben sie in ärmlichen Verhältnissen auf dem Lande und haben früh geheiratet. Oft gehen dem Mord viele Jahre des Missbrauchs voran – auch gegen die gemeinsamen Kinder. Und fast immer trinken die Männer viel zu viel. Doch in der von Armut und Perspektivlosigkeit geprägten rumänischen Provinz hat der Mann das Sagen, und Gewalt gegen Frauen ist weit verbreitet. Es sei kein Tag ohne Prügel vergangen, erzählt auch Cristina. Sie hat ihren Mann mit einem Hammer getötet. Wenn ihr Mann getrunken hatte, machte er auch vor den Kindern nicht Halt. Als er tot war, war Cristina „erleichtert“. Die Gefängnisstrafe hat sie verbüßt, nun versucht sie einen Neuanfang. Ihre Kinder sind im Heim, das Jüngste in einer Pflegefamilie. Dass ihr Verhältnis zu ihnen trotz jahrelanger Trennung gut und eng ist, grenzt an ein Wunder. Dennoch: Bis sie wieder mit ihnen zusammenleben kann, muss sie noch viele Hürden nehmen. Die Trennung von den Kindern – auch für Raluca ist das die größte Strafe. Und ihre Kinder haben ihr die Tat nicht verziehen, schon jetzt ist das Verhältnis gebrochen. „Re:“ begleitet zwei Frauen, die sich nach eigenen Angaben nicht anders zu helfen wussten, als gewaltsam gegen ihre Ehemänner vorzugehen. (Text: arte)

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