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Slow Food oder Show Food – Bolognas schöne neue Feinkostwelt

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In einem Gewerbegebiet in Bologna hat vor einem halben Jahr der größte Food-Freizeitpark der Welt eröffnet: „Fico“. Auf einer Grundfläche von zehn Hektar soll der Besucher eine kulinarische Reise durch ganz Italien erleben, die Genüsse des Landes in Hofwerkstätten, Restaurants und Verkostungsständen erfahren: Prosciutto und Pasta, Grissini und Grappa, Pesto und Pecorino. Hinter dem Konzept steckt der italienische Selfmade-Millionär Oscar Farinetti, Gründer der international bekannten Feinkost-Kette „Eataly“. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, das Beste, was Italiens Felder, Keller und Käsereien zu bieten haben, in dem von ihm geschaffenen lukullischen Schlaraffenland zu vermarkten. Aber kann Slow Food in diesen Mengen an den Mann gebracht werden, ohne die Idee des bewussten, regionalen Essens zu verraten? Ist die Synthese aus Masse und Nachhaltigkeit machbar? Die umliegenden Einzelhändler und kleineren Erzeuger sind skeptisch. „Wenn wir Bio-Anbau wollen, dann auch richtig! Die Landwirte müssen ihre Produkte zu den Märkten bringen und sie dort verkaufen“, sagt Marco Mazzanti, dessen Familie seit Generationen von der Landwirtschaft lebt. „Die Bauernhöfe sollen kein Zoo werden, wo zu Unterrichtszwecken irgendwas vorgezeigt wird. Uns geht es um was anderes: Wir machen Didaktik durch unsere Produkte, durch unsere Gesichter, unsere Geschichten und Betriebe.“ (Text: arte)

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