Sennen heisst: beinharte körperliche Arbeit von halb sechs morgens bis neun Uhr abends, grosse Verantwortung für Vieh und Käseproduktion, knietiefer Schlamm und feuchte Kleider nach tagelangem Regen - und nicht zuletzt: Zusammenleben auf engstem Raum, ohne allen Komfort und mit wenig Privatsphäre. Auf drei verschiedenen Alpen begleiten die «DOK»-Reporter die Aussteiger-Sennen einen ganzen Sommer lang. Res ist seit 40 Jahren Pöstler in Bern, aber eigentlich träumt er stets nur von einem: einen Sommer lang auf der Alp zu leben, nach dem Vieh zu schauen und die Ruhe auf dem Berg zu geniessen. Bereits vor einem Jahr hatte er eine Sennenstelle, doch dann diagnostizierten die Ärzte bei ihm Krebs - die Alp rückte in weite Ferne. Aber dieses Jahr will Res, dass es klappt. Er kommt zusammen mit Katharina, einer Hebamme aus Stuttgart, auf die Rinderalp im Diemtigtal. Das ist ein gut eingerichteter Grossbetrieb auf 1700 Metern über Meer, aus der Milch der 50 Kühe werden zehn Tonnen Alp- und Hobel