Angenommen sie unternehmen eine Bergwanderung, irgendwo in den Alpen, und sie müssen auf einer Berghütte übernachten. Zusammen mit 40 verschwitzten Fremden, auf einer harten Sammelpritsche. Schulter an Schulter. Mit dem Geruch von 80 Wanderschuhen in der Nase und dem Schnarchen eines Almdudel-Tirolers im Ohr. Wie würden sie sich da fühlen? Ja genau. Und sehen sie, so ähnlich geht es einem auch, wenn man sich diese Folge von Baywatch Berlin anhört. Das sinnlose Geschwätz von Lundt, Schmitt und Klaas pfeift einem durch die Gehörgänge, der Muff von seltsamen Ansichten zieht einem ins Gehirn und die Berührung mit befremdlichen Themen lässt sich nicht vermeiden. An Nachtruhe ist nicht zu denken, wenn Lundt von seiner Arbeit in einem Betrüger-Call Center erzählt, wenn Schmitt die Frage aufwirft, wie viel Blatt Klopapier nicht peinlich sind und Klaas mit dem „Leben von der eigenen Substanz“ eine Überlebenspraktik skizziert, die selbst Xavier Naidoo als komplett undenkbar bezeichnen würde. Ja,