Pollyanna kommt mit dem Zug in Beldingsville an. Sie ist neugierig auf ihre Tante und freut sich, endlich in der Heimatstadt ihrer Mutter zu sein. Während sie alleine am Bahnhof wartet, kommt eine Kutsche mit Nancy, dem Dienstmädchen von Frau Harrington, und Timothy, einem jungen sympathischen Mann, der ebenfalls bei Frau Harrington in Stellung ist. Pollyanna fällt Nancy gleich stürmisch um den Hals und ist außer sich vor Freude. Während der ganzen Fahrt zur Villa ihrer Tante redet sie ununterbrochen wie ein Buch. Dabei kommt dann nach einer Weile auch ein Mißverständnis heraus: Pollyanna hatte die ganze Zeit angenommen, die junge Nancy sei ihre Tante. Doch ihre Enttäuschung darüber währt nur kurz, sie freut sich einfach gleich wieder darauf, ihre Tante kennen zu lernen. Nancy und Timothy sind gespannt, wie die lebhafte Pollyanna wohl mit ihrer strengen Tante zurechtkommen wird und wagen noch gar nicht daran zu denken, was wohl aus dem kleinen Eichhörnchen wird, das sie dabei hat.
In der weißen Villa von Frau Harrington angekommen, stürmt Pollyanna in das Zimmer ihrer Tante. Sie fällt auch ihr gleich um den Hals und redet wie ein Wasserfall, doch die Begrüßung seitens ihrer Tante fällt wesentlich verhaltener aus als Pollyanna sich das vorgestellt hatte. Frau Harrington ist streng und sachlich, und kein bißchen herzlich. Vor allem reagiert sie äußerst allergisch darauf, wenn Pollyanna von ihrem Vater erzählt, und verbietet ihr schließlich, ihn noch einmal zu erwähnen, solange sie in ihrem Haus lebt. Pollyanna versteht die Welt nicht mehr und weiß nicht, warum sie ihren geliebten Vater nicht mehr erwähnen darf. Ihre Tante führt sie unterdessen in ihr neues Zimmer. Doch da wartet die nächste Enttäuschung für Pollyanna: Statt eines wunderschönen romantischen Zimmers mit herrlichen Möbeln und Bildern an den Wänden bekommt sie eine kärgliche, schmucklose Dachkammer, die nur mit dem nötigsten eingerichtet ist. Als ihre Tante den Raum verläßt und sie alleine ist, fängt Pollyanna vor Enttäuschung an zu weinen.