Zaf und Adam gelingt es, die erste der von "Shining Dawn" versteckten Bomben zu entschärfen. Doch die Ermittler wissen, dass ihnen nicht viel Zeit bleibt, bevor ein noch größerer Sprengsatz irgendwo in London detoniert. Bei der Untersuchung eines verdächtigen Lagerhauses wird Zaf gefangen genommen und von den Terroristen gefoltert. Unterdessen gelangt Harry in der MI5-Zentrale Thames House zu dem Schluss, dass Juliet Shaw die Terrororganisation mit Informationen versorgt. Doch Juliet weiß sich gegen diese Anschuldigung zu wehren, indem sie den wahren Verräter entlarvt...
Am 16. September 2026 ist es so weit: „Slow Horses“ kehrt mit Staffel 6 zurück. In nur neun Tagen öffnet sich also wieder die muffige Tür zum Slough House, dieser legendären MI5-Abstellkammer für Agent:innen, die zu viel Mist gebaut haben, um noch im schicken Hauptquartier herumzulaufen – aber immer noch zu talentiert sind, um sie komplett loszuwerden. Und ja, genau deshalb ist diese Serie weiterhin Pflichtprogramm für alle, die Spionage-Thriller mögen, aber keine Lust auf aalglatte Superagenten mit perfekten Anzügen und noch perfekteren One-Linern haben.
Falls du ein bisschen raus bist: Keine Sorge, du musst nicht noch mal alles auswendig lernen. „Slow Horses“ dreht sich um Jackson Lamb, gespielt von Gary Oldman, einen brillanten, unausstehlichen, oft beleidigenden und trotzdem erschreckend effektiven Chef einer Gruppe gescheiterter MI5-Spione. Im Slough House landen die, die Fehler gemacht haben: falsche Entscheidungen, politischer Ärger, Operationen, die komplett gegen die Wand gefahren sind. River Cartwright, gespielt von Jack Lowden, gehört zu den zentralen Figuren – ehrgeizig, clever, aber ständig zwischen Familienerbe, persönlicher Schuld und Geheimdienstrealität eingeklemmt. Dazu kommt Diana Taverner, gespielt von Kristin Scott Thomas, die im MI5-Machtzentrum wie ein Messer im Maßanzug agiert: elegant, kalt, gefährlich.
Staffel 6 setzt genau dort an, wo „Slow Horses“ am stärksten ist: bei persönlichen Wunden, die plötzlich zu nationalen Sicherheitsproblemen werden. Der Auftakt bringt River direkt in eine emotionale Ausnahmesituation, denn er bereitet sich auf die Beerdigung seines Großvaters vor. David Cartwright, gespielt von Jonathan Pryce, war immer mehr als nur ein Familienmitglied: Er war ein Stück Geheimdienstgeschichte, ein moralischer Schatten über Rivers Leben und einer der Gründe, warum River überhaupt so verbissen versucht, sich im MI5 zu beweisen. Gleichzeitig untersucht Lamb den Tod eines ehemaligen Slow Horse. Das klingt erst mal nach klassischem Fall der Woche, aber bei dieser Serie weiß man: Wenn Lamb anfängt, an einer Leiche herumzuschnüffeln, endet das garantiert nicht bei einer simplen Akte.