Yves Chappuis weiss bei keinem Einsatz, was er vor Ort genau antrifft. Er muss immer vom Schlimmsten ausgehen, auch wenn das nur selten eintrifft. Zum Beispiel als ihn die Kollegen der Kriminalpolizei anfordern, um ihnen bei der Verhaftung eines mutmasslichen Pädophilen zu helfen. Wird der Mann Widerstand leisten? Oder lässt er sich einfach abführen? An einem anderen Tag schlägt eine Frau Alarm: Seit zwei Tagen kein Lebenszeichen ihres betagten Nachbarn. Normalerweise seien sie täglich in Kontakt. Den Briefkasten habe er nicht mehr geleert, die Storen seien unten. Als Yves Chappuis die Tür zu öffnen versucht, ist sie verschlossen, der Schlüssel steckt offenbar von innen. Plötzlich hört er ein leises Wimmern aus der Wohnung. Wurde der Mann Opfer eines Verbrechens? Oder ist er hingefallen und kann nicht mehr aufstehen? So oder so: Jetzt muss es schnell gehen. «Es ist eine Grundhaltung, dass man Menschen helfen möchte, dass man sie unterstützen will in ihrem Alltag», erklärt Yves Chappuis