Mai 1914. Sybil (Jessica Brown Findlay) besucht politische Veranstaltungen, in denen es unter anderem um das Frauenwahlrecht geht. Lord Grantham (Hugh Bonneville) ist entsetzt, als er mitbekommt, was seine jüngste Tochter treibt. Doch es gelingt ihm nicht, ihr das politische Engagement zu verbieten, das zusätzlichen Auftrieb durch Sybils Freundschaft zu dem aus Irland stammenden Chauffeur der Familie, Tom Branson (Allen Leech), erhält, der sich selbst einen Sozialisten nennt.
Matthew (Dan Stevens) und Mary (Michelle Dockery) kommen einander sehr nahe. Der Traum von Marys Eltern und ihrer Großmutter Lady Violet (Maggie Smith) könnte wahr werden, denn Matthew macht Mary einen Heiratsantrag. Doch Mary erbittet sich Bedenkzeit und lässt Matthews Frage vorerst unbeantwortet.
Sir Anthony Strallan (Robert Bathurst) lädt Edith – nicht Mary – zu einer Fahrt in seinem Rolls Royce und zu einem Konzertbesuch ein. Lord und Lady Grantham fragen sich, ob für Edith bald die Hochzeitsglocken läuten werden.
Diener Thomas (Rob James-Collier) und Kammerzofe O’Brien (Siobhan Finneran) spinnen unterdessen weiter an ihrem Intrigen-Netz gegen Mr Bates (Brendan Coyle), den sie unbedingt loswerden wollen. Allerdings hat sich Bates nichts zu Schulden kommen lassen – jedenfalls nicht in seiner Zeit auf Downton Abbey. Mit einem Geständnis bezüglich seiner Vergangenheit überrascht er seinen Arbeitgeber und seine Kollegen. An Annas (Joanne Froggatt) starken Gefühlen für den verschlossenen Mann ändert das nichts.
Holt schon mal das Korsett aus dem Schrank: Noch 13 Tage, dann geht „The Gilded Age“ weiter! Die vierte Staffel von Julian Fellowes' Kostümdrama startet am Sonntag, 1. November 2026, auf HBO. In Deutschland müsst ihr nur eine Nacht länger warten. Am Montag, 2. November, kommt die erste Folge zu WOW, Sky Go und HBO Max und läuft am Abend auch auf Sky Atlantic. Insgesamt gibt's acht neue Episoden, und zwar jede Woche eine statt alle auf einmal. Ihr habt also zwei Monate lang jeden Montag ein Date mit der New Yorker High Society. Der volle Trailer ist seit ein paar Tagen draußen, und nach dem ist klar: So wackelig war das Fundament der Russells noch nie.
Kurz zur Erinnerung, falls eure letzte Folge schon eine Weile her ist: Im Mittelpunkt stehen die Neureichen Bertha und George Russell (Carrie Coon und Morgan Spector). Sie leben direkt gegenüber vom alteingesessenen van-Rhijn-Haushalt und mischen das alte Geld ordentlich auf. Bisher gibt's drei Staffeln mit 25 Folgen. Das Finale von Staffel 3 war ziemlich heftig. George wird in seinem Büro angeschossen und überlebt nur, weil Dr. William Kirkland (Jordan Donica) ihn rettet. Danach sieht es kurz so aus, als würden sich Bertha und George wieder näherkommen. Bertha feiert ihren größten Triumph: Tochter Gladys (Taissa Farmiga) ist jetzt glücklich verheiratete Herzogin, und Bertha hat obendrein dafür gesorgt, dass geschiedene Frauen wieder auf Bälle dürfen. Aber George verzeiht ihr nicht, dass sie Gladys in eine Ehe ohne Liebe gedrängt hat. In der letzten Szene verlässt er Bertha. Zum Glück gab's auch schöne Momente. Marian (Louisa Jacobson) und Larry (Harry Richardson) finden zögerlich wieder zueinander, und Peggy (Denée Benton) hat sich mit William verlobt.
Und genau da macht Staffel 4 weiter. Das offizielle Motto von HBO: Bertha hat die Gesellschaft verändert, aber das hatte seinen Preis. In der neuen Ära muss man aufpassen, was man sich wünscht. Laut Autorin und Produzentin Sonja Warfield spielt die Staffel in den Jahren 1885 und 1886. Im Trailer sieht man, wie Bertha verzweifelt versucht, ihren Mann zurückzugewinnen, während sich die Nachricht von ihrer Trennung durch ganz New York verbreitet. Morgan Spector sagt, die beiden versuchen herauszufinden, wie sie wieder zueinanderfinden können. Leicht wird das nicht. Carrie Coon hat in Interviews sogar von einem beginnenden feministischen Erwachen ihrer Figur gesprochen. Wer Coon zuletzt in „The White Lotus“ oder als Gloria Burgle in „Fargo“ gesehen hat, weiß, dass sie aus so einem Stoff locker eine Emmy-Szene macht. Der Ton wird dadurch spürbar ernster. Bisher ging's vor allem um den Aufstieg der Russells, jetzt eher darum, was er sie gekostet hat.