Die USA planen einen Militärschlag gegen den Iran. Für Adam Carter gibt es nur eine Möglichkeit, einen Krieg zu verhindern: Er will, dass die Öffentlichkeit die Wahrheit über die Zugbombe in Teheran erfährt. Deshalb trifft er sich mit dem Journalisten Ben Kaplan und verspricht, ihm Beweise zu liefern. Bei ihrem Gespräch werden die beiden jedoch abgehört. Das Innenministerium untersucht Ros Myers' Verrat im Zusammenhang mit der Geheimorganisation "Jalta". Harry Pearce und sein Team werden deshalb vorläufig suspendiert und müssen das Hauptquartier verlassen. Wenig später erlebt Connie James allerdings eine große Überraschung: Sie wird von einem ehemaligen IRA-Mann und Ex-Informanten des britischen Geheimdienstes bedroht. Davie King hasst Harry wegen bestimmter Ereignisse, die viele Jahre zurückliegen. Nun befiehlt er Connie, dass das gesamte Team zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort in London sein müsse. Ansonsten werde er mit einer Bombe hunderte Zivilisten töten. Es ist klar, dass das Team bei der Explosion ums Leben kommen soll. Obwohl kaltgestellt, muss dies unter allen Umständen verhindert werden. Harry ahnt, dass King von jemandem in hoher Position diesen Auftrag erhalten hat. Und dieser Jemand kennt streng geheime Details aus Harrys Leben. Als der Zeitpunkt der Explosion naht, hat das Team keine andere Wahl, als sich an dem angegebenen Ort einzufinden.
Am 16. September 2026 ist es so weit: „Slow Horses“ kehrt mit Staffel 6 zurück. In nur neun Tagen öffnet sich also wieder die muffige Tür zum Slough House, dieser legendären MI5-Abstellkammer für Agent:innen, die zu viel Mist gebaut haben, um noch im schicken Hauptquartier herumzulaufen – aber immer noch zu talentiert sind, um sie komplett loszuwerden. Und ja, genau deshalb ist diese Serie weiterhin Pflichtprogramm für alle, die Spionage-Thriller mögen, aber keine Lust auf aalglatte Superagenten mit perfekten Anzügen und noch perfekteren One-Linern haben.
Falls du ein bisschen raus bist: Keine Sorge, du musst nicht noch mal alles auswendig lernen. „Slow Horses“ dreht sich um Jackson Lamb, gespielt von Gary Oldman, einen brillanten, unausstehlichen, oft beleidigenden und trotzdem erschreckend effektiven Chef einer Gruppe gescheiterter MI5-Spione. Im Slough House landen die, die Fehler gemacht haben: falsche Entscheidungen, politischer Ärger, Operationen, die komplett gegen die Wand gefahren sind. River Cartwright, gespielt von Jack Lowden, gehört zu den zentralen Figuren – ehrgeizig, clever, aber ständig zwischen Familienerbe, persönlicher Schuld und Geheimdienstrealität eingeklemmt. Dazu kommt Diana Taverner, gespielt von Kristin Scott Thomas, die im MI5-Machtzentrum wie ein Messer im Maßanzug agiert: elegant, kalt, gefährlich.
Staffel 6 setzt genau dort an, wo „Slow Horses“ am stärksten ist: bei persönlichen Wunden, die plötzlich zu nationalen Sicherheitsproblemen werden. Der Auftakt bringt River direkt in eine emotionale Ausnahmesituation, denn er bereitet sich auf die Beerdigung seines Großvaters vor. David Cartwright, gespielt von Jonathan Pryce, war immer mehr als nur ein Familienmitglied: Er war ein Stück Geheimdienstgeschichte, ein moralischer Schatten über Rivers Leben und einer der Gründe, warum River überhaupt so verbissen versucht, sich im MI5 zu beweisen. Gleichzeitig untersucht Lamb den Tod eines ehemaligen Slow Horse. Das klingt erst mal nach klassischem Fall der Woche, aber bei dieser Serie weiß man: Wenn Lamb anfängt, an einer Leiche herumzuschnüffeln, endet das garantiert nicht bei einer simplen Akte.