Doch was kennzeichnet feministische Pornografie überhaupt? Erika Lust ist eine der wenigen weiblichen Pornoregisseurinnen. Schon als junge Frau störte sich die Schwedin, die seit über 20 Jahren in Barcelona lebt, an der stereotypen Darstellung von Frauen und Männern in Pornofilmen. Dem wollte sie entgegenwirken und drehte bereits als Studentin ihren ersten feministischen Porno “The Good Girl”. Mit so viel Erfolg, dass die Unternehmerin heute mit Lust Productions rund 40 Mitarbeiter*innen beschäftigt und regelmäßig für ihr Schaffen ausgezeichnet wird. Schnell wird klar: Erika Lust, welche sich selbst als “Indie Adult Film Maker” bezeichnet, macht einiges anders als die Mainstream-Pornografie. Sie arbeitet beinahe ausschließlich mit Frauen und fördert mit diversen Projekten die Teilnahme von Frauen am Dialog über Sexualität und Pornografie, zum Beispiel, indem sie Fantasien ihres Publikums verfilmt. Ihre Darsteller:innen behandelt und bezahlt sie fair und schafft ein Arbeitsklima, in dem