Berne, Indiana. Zurich, Kansas. Winterthur, Delaware. All diese Dörfer und Städte in den USA mit ihren Schweizer Namen haben Tristan Miquel, Journalist beim Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS), neugierig gemacht. Was hat Schweizerinnen und Schweizer in vergangenen Jahrhunderten dazu gebracht, ihre Heimat zu verlassen und sich in den USA ein neues Leben aufzubauen? Und wie kommt es, dass diese Gemeinschaften noch heute so sehr an ihrem Ursprungsland hängen, Schweizer Traditionen hochhalten und teilweise sogar noch Schweizerdeutsch sprechen? Im 16. Jahrhundert entstand in verschiedenen Teilen Europas – unter anderem in Zürich – die sogenannte Täuferbewegung. Die Täuferinnen und Täufer bemühten sich darum, die Bibel wortgetreu auszulegen und nach ihr zu leben. So verweigerten sie etwa den Kriegsdienst und lehnten es ab, Kinder unmittelbar nach der Geburt taufen zu lassen. Die Obrigkeiten sahen darin eine Gefahr für die bestehende Ordnung, weshalb die Täuferinnen und Täufer massiv unte